Pressemitteilung vom: 05-Dez-2005

Start für ein weiteres Containerterminal im Handelshafen

Im Mannheimer Handelshafen haben die ersten Baumaßnahmen für das neue Containerterminal begonnen. „Mit der Errichtung eines zusätzlichen Terminals reagieren wir auf die wachsenden Containerströme im Mannheimer Hafen“, so Hafendirektor Roland Hörner. Mannheim festigt mit dem Bau einer weiteren Containerumschlaganlage seine Position als großer europäischer Logistikstandort. Allein im Jahr 2004 hat die Mannheimer Hafengesellschaft im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg in Höhe von 20,4 % an Containerverkehren verzeichnet. „Mit dem Bau leisten wir auch einen Beitrag zur Stärkung des kombinierten Verkehrs und entlasten die Bundesfernstraßen“, so Hörner. Das Ziel, den LKW-Verkehr möglichst auf die „letzte Meile“ zu konzentrieren, sei insbesondere in den Häfen in ihrer Funktion als Schnittstelle der drei Verkehrsträger Schiff, LKW und Bahn möglich.

Das neue Containerterminal wird auf einer Fläche von 12.000 m² am Mühlauhafen entstehen. In einem ersten Schritt wird eine derzeit noch auf dem Gelände befindliche Lagerhalle abgerissen, um Platz für das neue Terminal zu schaffen. Hörner rechnet mit der Fertigstellung des Terminal im Frühjahr 2007.

Zuvor müssen noch rund 5.500 m² Schwerlastbetonplatten, sowie 27.000 m³ umbauter Raum abgerissen werden. Erst danach kann mit den Vorbereitungen für die Platzbefestigung begonnen werden. Insgesamt soll eine Lagerkapazität von 900 TEU geschaffen werden - ein TEU entspricht einem 20-Fuss-Container mit den Maßen 6,1 x 2,4 x 2,6 m. Für Container mit Gefahrgütern ist ein Sonderlager mit einer zusätzlichen Lagerkapazität von 192 TEU geplant.

Das neue Terminal wird in direkter Nachbarschaft zu dem bestehenden Containerterminal gebaut. Auf einer Kranbahn von 250 m Länge wird der Kran des Terminals Schiffe und Züge be- und entladen. Wasserseitig ist geplant, dass zum Laden und Löschen mit bis zu zwei Schiffsbreiten an der Kaimauer angelegt werden kann. Für den Bahnumschlag stehen 1.060 m Gleis zur Verfügung. Das Vorhaben, dessen Kosten auf 8 Mio € geschätzt werden, wird gemäß der „Förderrichtlinie Kombinierter Verkehr“ vom Bund gefördert. In den Augen von Hörner eine nachhaltige und sinnvolle Investition für die Zukunft.